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Miese Tage

  • Autorenbild: Rainer Harter
    Rainer Harter
  • vor 1 Tag
  • 2 Min. Lesezeit

Es gibt Tage, an denen ich morgens aufwache und kaum Energie in mir spüre.


Dann würde ich mich am liebsten umdrehen, die Realität mit all ihren Herausforderungen ausblenden und in den wohligen Dämmer des Halbschlafs eintauchen.







Es gibt Tage, die mich an Hiob denken lassen. Eine schlechte Nachricht folgt auf die nächste, und es fällt schwer, nicht den Mut zu verlieren.


Es gibt Tage, an denen sich Hoffnungen als Illusionen entpuppen, Pläne ins Leere laufen oder eine Auseinandersetzung alles Schöne überdeckt.


Solche Tage gehören zu unserem Leben. Manchmal hilft es, sich mittendrin an all das Gute zu erinnern, das wir an anderen Tagen erleben durften - an ein Lachen, ein überraschendes Geschenk oder ein Tag, an dem alles leicht fiel. Manchmal aber fällt das schwer, und man will nicht dankbar sein, sondern verschwinden oder sich selbst bemitleiden.


Zum Glück vergehen solche Tage so schnell wie alle anderen.

Richtig belastend werden sie aber, wenn schon die Sorge dazukommt, der nächste Tag könne genauso werden oder schlimmer.


Die Bibel gibt uns wieder einen guten Rat, der Gottes herrlichen Realismus zeigt. In Matthäus 6,34 sagt Jesus zu den vielen Menschen, die sich um ihn versammelt haben:


„Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat.“ (Luther 2017)

„Jeder Tag hat genug an seiner eigenen Mühsal“, schreibt die Einheitsübersetzung an dieser Stelle.


Jesus ermutigt seine Zuhörer nicht dazu, die Realität zu leugnen, sondern zeigt einen anderen Weg: den des Vertrauens.


Schlechte Tage können einen bedrücken, aber sie gehen vorbei. Selbst wenn man nachts noch wachliegt, wartet doch wieder ein neuer Tag auf uns – mit neuen Möglichkeiten, Einsichten und neuer Hoffnung.


Das Leben ist nicht frei von schlimmen Tagen. Aber Gott gibt uns Gnade, sie nicht zu schwer zu nehmen.


Und das Letzte, was bleibt, ist nicht der Nebel oder das Dunkel. Die Bibel verspricht uns, dass am Ende alles gut wird. Das ist kein schwacher Trost, sondern Anlass dazu, auch an solchen Tagen tief Luft zu holen und weiterzumachen.


Morgen ist Gottes Sache, heute ist meine Aufgabe.

Also: ich kremple die Ärmel hoch und lege los - und schon das gibt mir Kraft.


Ich wünsche dir eine gute Woche.


Alles Liebe, Rainer

 
 
 

1 Kommentar


Rainer Sinn
vor einem Tag

Danke fur den guten Impusl

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