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Wie sieht es drinnen aus?

  • Autorenbild: Rainer Harter
    Rainer Harter
  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Ich sitze zuhause auf dem Sofa.

Die Augen geschlossen.

Betend, nachdenkend, nachspürend.


In mir breitet sich ein tiefer Frieden aus – und mit ihm eine große Dankbarkeit.









Wenn ich nach innen schaue, steigt oft dasselbe Bild in mir auf: das Bild einer „inneren Wohnung". Sie hat viele Räume, und jeder von ihnen gehört zu einem anderen Bereich meines Lebens.


Ich gehe in Gedanken von Zimmer zu Zimmer – und auf einmal steigt Freude in mir auf. Denn ich erkenne: Es ist sauber. Keine vermüllten Ecken, keine dunklen Kammern, in denen ein Geheimnis darauf wartet, nicht entdeckt zu werden.


Diese Freude gründet nicht auf der Einbildung, ich hätte das alles aus eigener Kraft geschafft. Sie kommt aus einer tieferen Erkenntnis:


wie sehr sich der Weg mit Jesus lohnt.

Vor vielen Jahren habe ich ihn in mein Leben eingelassen. Nach und nach habe ich ihm Tür um Tür geöffnet, bis es nichts mehr gab, was ich vor ihm – oder vor den Menschen – hätte verbergen müssen.


Mit ihm kam das Licht in meine Seele. Mit ihm zog Reinheit in mich ein. Dafür bin ich unendlich dankbar.

Ich weiß noch, wie ich früher war. Wie chaotisch meine innere Wohnung ausgesehen hat. Es gab Räume, die ich verbergen musste und andere, die ich nur äußerst ungern betreten habe. Ohne Jesus wäre sie auch heute noch so – vielleicht sogar noch mehr als damals.


Ich weiß genau, wozu ich fähig bin, wenn ich ohne ihn lebe.

Nicht aus Überheblichkeit, sondern aus Zuneigung heraus trage ich einen Wunsch in mir.


Für die Bekannten, die mir manchmal von ihren Süchten, ihren Abhängigkeiten, ihren dunklen Geheimnissen erzählen: dass sie erleben dürfen, wie befreiend, wie schön es ist, wenn Jesus einzieht.


Und für die befreundeten Christen, die es noch nicht gewagt haben, gemeinsam mit ihm aufzuräumen: dass sie die Freiheit spüren, die er schenkt. Ich weiß, dass manche Dinge ein zu schweres Gewicht haben, als dass man sie alleine heben und ausräumen könnte. Aber mit seiner Kraft ist es möglich.


Wo es dunkel war, wird es hell. Wo der Geruch der Sucht die Räume schwer und stickig gemacht hat, strömt frische Luft herein – und man kann endlich wieder aufatmen.

Ich stelle nachdenkend fest: Ich fühle mich wohl in meiner inneren Wohnung. Sie gefällt mir sogar.


Das liegt nicht an mir.

Es liegt daran, dass ich sie mit dem teile, der die Schönheit in Person ist.


Ich wünsche dir, dass auch du erlebst, wie schön es ist, mit Jesus zusammen zu wohnen.


Alles Liebe, Rainer

 
 
 

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